Städtische Galerie im Park Viersen
10. Mai – 2. August 2026

Das Verhalten der Berliner Polizei und der Berliner Einwanderungsbehörde im April 2024 gegen den Palästina-Kongress & Dr. Abu Sittah waren unrechtmässig – entscheidet das Oberverwaltungsgericht – aber ohne politische Konsequenzen.

Im Frühjahr 2026 checkt der deutsche Inlands-Geheimdienst („Verfassungsschutz“) Buchhandlungen im Auftrag des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer, der die unabhängige Jury für den Deutschen Buchhandlungspreis zur Farce degradiert.

Im Januar 2026 wurde der Versuch, politischen Einfluss auf die wissenschaftliche und künstlerische Freiheit an der Kunstakademie Düsseldorf zu nehmen, durch eine mutige Hochschulleitung und die Solidarität der Lehrenden und Studierenden abgewehrt.

Im April 2024 wurde die jüdisch-amerikanische Philosophin Nancy Fraser von der Albertus Magnus Ehren-Professur aufgrund ihrer Unterschrift unter den Aufruf „Philosphy for Palestine“ durch den Rektor der Universität Köln ausgeladen.

Durch Intervention der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit wurde Judith Scheytt im Frühjahr 2025 der Donnepp Media Award des Grimme Fördervereins wieder entzogen.

12.10.2023, Der Direktor des Heidelberger Kunstvereins, Søren Grammel, lädt die palästinensische Künstlerin Jumana Manna nach einer medialen Hetzkampagne von einer lange geplanten Ausstellung aus.

Im Oktober 2025 wird der Rapper Chefket / Doktor Dirican nach politischem Druck von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer von Jan Böhmermann ausgeladen im Haus der Kulturen der Welt in Berlin ein Konzert zu geben. Als Begründung wird ein Instagram Post des Rappers in einem Palästina-Trikot angegeben. Daraufhin solidarisieren sich zahlreiche Musiker*innen und sagen ihrerseits ihre Konzerte mit Böhmermann im HKW ab.

2020 wird das Berliner Kulturzentrum Oyoun von Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) zensiert und 2023 von seinem Nachfolger Joe Chialo (CDU) der kompletten finanziellen Förderung beraubt, was zur Schliessung der bedeutenden Einrichtung führt. Hintergund ist eine geplante und eine durchgeführte Veranstaltung der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“.

Im November 2023 wird die jüdisch-südafrikanische Künstlerin Candice Breitz von Christine Streichert-Clivot (Ministerin für Kultur im Saarland, SPD) von einer bereits seit drei Jahre geplanten Ausstellung im Saarland Museum ausgeladen.

Im November 2023 werden Astria Suparak und Brett Cashmere von Lars Henrik Gass, Direktor des Oberhausener Kurzfilmfestivals, die Zusammenarbeit gekündigt, nachdem die beiden Kurator*innen Kritik an Gass‘ rassistischer und menschenfeindlicher Spache äusserten.

M. Gessen erhält 2023 den Hannah Arendt Preis. Von dessen Verleihung ziehen sich die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) zurück, nachdem Gessen die genozidale israelische Politik in Gaza in einem Essay des Magazin „The New Yorker“ in scharfen Worten kritisiert.

Im Februar 2024 fühlen sich die Künstlerinnen Pilvi Takala (Finnland) und Banu Cennetoğlu (Türkei) in ihrer künstlerischen Freiheit für ihre Ausstellungen so eingeschränkt, dass sie um das Gespäch mit dem Direktor des n.b.k., Marius Babias bitten. Diese Bitte bleibt unbeantwortet, was schließlich zur Ausstellungsabsage führt.

Im Februar 2026 wird eine Lesung von und mit palästinensichen Schriftsteller*innen in Berlin – nur ein Tag vor der Veranstaltung -abgesagt. Gleichzeitig wird die Einstellung des gesamten Programms des „Goethe Institut im Exil“ verkündet.

Im Juni 2022 wird auf der vom indonesischen Kuratorenteam Ruan Grupa organisierten Documenta15, das Wandbild „Peoples Justice“ von der indonesischen Künstler*gruppe Taring Padi zensiert und abgehängt. Aufgrund rassistischer, anti-LGBTQ+ und anti-semitischer Bildinhalte ist das Bild durchaus kritikwürdig, ein gesellschaftlicher und gleichsam emanzipatorischer Lernprozess wird durch seine Eliminierung allerdings verunmöglicht.

Nachdem die mexikanische Künstlerin Frieda Toranzo Jaeger auf der Biennale in Venedig mit einer raumgreifenden Malerei, die u.a. den Slogan „Freiheit für Palästina“ beinhaltete, prominent gezeigt wurde, erhält sie 2024 das zweijährige Peill-Stipendium für Malerei mit Ausstellung im Leopold Hoesch Museum in Düren. Zwei Wochen später wird ihr die Auszeichnung – angeblich einvernehmlich – wieder entzogen, aufgrund ihrer Unterzeichnung des Aufrufs „Strike Germany“.

Die deutsch-türkische Künstlerin İpek Burçak wurde von einer unab-hängigen Jury für ihren Entwurf „In Berlin nichts Neues “ für ein Kunst-im-öffentlichen-Raum Projekt nominiert, das Projekt wird von der Geschäftsführung vor Drucklegung bewilligt, installiert und eröffnet. 10 Tage später schreibt ein Passant, die in dem Kunstwerk dargestellte (Komik-)Figur eines Kapitalisten (mit den Logos von VW, Daimler u.a.) könnte anti-semitisch gelesen werden, … 2 Tage später wird das Kunstwerk entfernt.

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg, Martin Schäfer (CDU) bringt es fertig am 22. August 2025, eine Stunde vor Eröffnung, die Ausstellung „Of Love“ mit über 20 beteiligten Künstler*innen abzusagen, weil ihm ein Kunstwerk und die Haltung der Künstler*innen gegen den Völkermord in Gaza missfällt. In der Pressemitteilung in der er die Absage, also die Zensur der Ausstellung verkündet, postuliert er, „die Freiheit der Kunst steht nicht zur Diskussion“!

Im Februar 2025 organisiert die Gewerkschaft Ver.di Berlin mit einem breiten Bündnis die Demonstration „Berlin ist unkürzbar – Umverteilung jetzt!“ gegen Kürzungen im Kultur- und Sozialbereich. Dabei werden Palästina-solidarische Demonstrant*innen von den Ordnern schikaniert, eingekesselt und der Polizei übergeben. Louna Sbou – Direktorin des Kulturzentrum „Oyoun“ ist als eine der Rednerinnen vorgesehen, wird ab davon abgehalten, ihre Rede zu halten. Die Demonstration endet mit mehreren Festnahmen Pdurch die Polizei.

LMU-München: Kaplony & El Bulbeisi & DAVO & Krisol 17.11.2025

Am 9. Oktober 2023 wird die Rapperin Nura Habib Omer aus der Pro7 Late Night Show von und mit Klaas Heufer-Umlauf ausgeladen. Als Begründung wird ein Instagram Post mit einer Abbildung von Nura und ihrer Crew vor einem ‚Free Palestine‘ Graffiti angegeben.