don’t think about the crisis – fight! @ Vila Flores | Porto Alegre | 2016

Text: don’t think about the crisis – fight!
Der deutsche Künstler Thomas Kilpper war für 3 Wochen in Porto Alegre und machte einen Künstleraufenthalt in Vila Flores, eingeladen in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. In dem Projekt schuf der Künstler ein unveröffentlichtes Werk, das direkt auf dem Holzboden eines der Räume des in den 1920er Jahren erbauten Architekturkomplexes entstand.

Die öffentliche Intervention / Prozession / Ausstellung ist ein errorista Experiment innerhalb des Zusammenhalts des künstlerischen Forschungskollektivs SYNSMASKINEN. Das Projekt resultiert aus einer gemeinsamen Forschung über den globalen politischen Kontext, insbesondere über den brasilianischen Kontext, und Porto Alegre als Beispiel für einen Raum für „spezifischen Kampf“. Der Fokus wird im Kontext ab Mai 2016, nach Beginn des Amtsenthebungsverfahrens, festgelegt. Das Projekt, das sich aus grafischen Arbeiten sowie literarischen und dramatischen Merkmalen zusammensetzt, entstand aus der Diskussion über das Weltsozialforum als utopisches Modell der politischen Repräsentation und Kontinuität / Diskontinuität dieses Modells heute. Der Slogan des ersten Forums – „Eine andere Welt ist möglich“ – wird hier in einen zweideutigen Titel des Projekts verwandelt, der Argumente auf beiden Seiten des aktuellen „Ausnahmezustands“, auf den Brasilien zuzugehen scheint, einklemmt. ANOTHER ERROR UNABLE manifestiert sich als Prozession durch das Zentrum von Porto Alegre und als Darstellung eines Tages in der Villa Flores.

ERRORISMUS: Praxis oder Philosophie, die den Fehler als Grundlage für ihr Handeln hat.
Erroristas: Menschenmassen, Gruppen oder Einzelpersonen, die Errorismus praktizieren. Die Errorista International Movement wurde 2005 gegründet. http://www.erroristas.org
SYNSMASKINEN ist ein Kunst-Konglomerat und eine künstlerische Forschung über aktuelle politische Krisen. SYNSMASKINEN hat seinen Hauptsitz in Bergen, Norwegen. http://www.synsmaskinen.net

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A Lighthouse for Lampedusa! @ Bozar | Bruxelles | 2016

17. Juli bis 4. September 2016

Projektbeschreibung
Seit 2008 entwickelt der Berliner Künstler Thomas Kilpper das Projekt A Lighthouse für Lampedusa!
Die Idee ist, einen echten Leuchtturm auf Italiens südlichster Insel Lampedusa zu bauen. Sie soll afrikanischen Bootsleuten und Flüchtlingen auf See Orientierung geben und gleichzeitig ein symbolisches und weithin sichtbares „Willkommenszeichen“ sein. Das Erdgeschoss des Leuchtturmgebäudes soll ein kulturelles Zentrum für die Menschen von Lampedusa sein. Ein Ort des Austauschs und des gegenseitigen Lernens. Ein Leuchtturm für Lampedusa! ist ein laufendes Projekt und wir sehen hier nur ein Modell. Es ist nach wie vor das Ziel, es in voller Größe in Lampedusa selbst aufzustellen. Bisher wurde es in Ausstellungen in ganz Europa gezeigt (darunter Neapel, Florenz, Reggio Emilia, Rotterdam, Poznan, Berlin, Venedig, Luzern, Zürich und Mechelen). Die derzeitige Flüchtlingskrise in Europa ist eine humanitäre Katastrophe. Der Nationalismus ist auf dem Vormarsch. Europa hat wieder einen Eisernen Vorhang – während Hunderte im Mittelmeer ertrinken. Ein Leuchtturm für Lampedusa! fordert internationale Solidarität und einen grundlegenden Wandel in der europäischen Politik: die Umsetzung der Menschenrechte und der Freizügigkeit für alle, jetzt!

Diese Installation zeigt hauptsächlich Bilder aus Lampedusa von Thomas Kilpper.
Afrikanische Freunde und der in Turin lebende Künstler Massimo Ricciardo machten in einer gemeinsamen Session die Schwarzweißaufnahmen. Die afrikanischen Freunde suchten 2014 in Lampedusa Asyl.

Ermöglicht wurde dieses Projekt durch Studio DAZ Architekten, Neapel, Giuseppe Nicotra & Mitarbeiter von SIENICO s.r.l., Bauunternehmen, Catania, Massimo Ricciardo, Turin, Anton Matzke, Anet Jünger und Ludwig Menzel, Berlin, Goethe-Institut Brüssel und Kunsthaus Dresden.
Ausstellung vom 17. Juli – 4. September 2016

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